GVS Blankenburg

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Eine besondere Großfamilie feiert Geburtstag und neuen Namen

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Titelbild

Eine alte Backsteinvilla am Thiepark bietet 22 Menschen mit Beeinträchtigungen ein Zuhause. Die GVS-Einrichtung feierte vergangenen Freitag ihr 30-jähriges Bestehen und ihren neuen Namen.

Mitten in Blankenburg ermöglicht das „Geschützte Wohnen“ des Gemeinnützigen Vereins für Sozialeinrichtungen Blankenburg (Harz) e. V. (GVS) ein so weit wie möglich selbständiges und selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie ist das Zuhause von insgesamt 22 Erwachsenen, die dort wie in einer großen Familie zusammen leben.

Axel Bethge (ehemals Leiter der Werkstatt für Behinderte in Blankenburg am Roh) baute gemeinsam mit Ute Henning (ehemals Leiterin des Lehrlingswohnheims der Datenverarbeitung Magdeburg) das „Geschützte Wohnen“ auf.  „Alle guten Dinge des Lebens beginnen mit einem Traum“, so Kerstin Wiese, Heilerziehungspflegerin und Mitarbeiterin des GVS. Sie ist von Anfang an dabei, kennt die Geschichte ganz genau und berichtet detailliert von Gründung bis zur Gegenwart.

Kurz nach der Wende ziehen drei Männer in die umgebauten Räumlichkeiten in Braunesumpf - früher Ferienzentrum der Datenverarbeitung Magdeburg. 1991 wurde die Einrichtung von der Stadt Blankenburg übernommen. Da das damalige Haupthaus Schwamm und die Bungalows ihre besten Zeiten hinter sich hatten, sollten die Bewohner nach Blankenburg ziehen. „Menschen mit Beeinträchtigungen gehören in unsere Mitte“, hieß es seitens des früheren Stadtrates und so entschied man sich, bei der Suche nach einem geeigneten Haus, für die Villa am Thiepark. „Das war ein Statement!“, staunt noch heute Kerstin Wiese.

Im Frühjahr 1992 finden in der sanierten und umgebauten ehemaligen Direktorenvilla insgesamt 11 Bewohner ihr neues Zuhause. Zu dieser Zeit wird auch der GVS mit Geschäftsführerin Heidrun Beck an der Spitze gegründet und somit Träger der Einrichtung .

„So viel Selbstbestimmung wie möglich, so viel Schutz wie nötig“

In der besonderen Wohnform für erwachsene Menschen mit einer Beeinträchtigung, die so weit wie möglich selbstständig und selbstbestimmt leben möchten, bietet die Einrichtung ein Zuhause. Die Mitarbeiter geben die notwendige Begleitung, einfühlsame Hilfe und werben für Verständnis füreinander. Ihre Arbeit ist vielseitig und vor allem sehr wertvoll.

„Großfamilie Geschütztes Wohnen“

Das Zusammenleben gelingt wie in einer großen Familie. Seit der Gründung und somit seit über 30 Jahren schrieb das Haus schon viele Geschichten. Urlaubsfahrten an die Ostsee, nach Thüringen, Arendsee, Spanien, Kroatien, Österreich und auf den Zeltplatz werden für die Bewohner regelmäßig organisiert. Und neben zahlreichen Festen, feierte man im „Geschützten Wohnen“ sogar schon drei Hochzeiten.

Der Geburtstag der GVS-Einrichtung wurde pandemiebedingt auf dieses Jahr verschoben. Zum 30-jährigen Bestehen kommt auch ein neuer Name daher – ab sofort ist „InSeL“ an der Backstein-Fassade des Hauses zu lesen. InSeL heißt „Inklusion Selbstbestimmt Leben“ und dafür steht die Einrichtung, die heute von Kathrin Wiedenbein geleitet wird.

Insgesamt 22 Menschen mit meist geistiger Beeinträchtigung leben gemeinsam in den Ein- und Zweibettzimmern des Hauses. Das Team ist 24 Stunden am Tag für die Klienten da. Die Bewohner arbeiten tagsüber in den Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen. Davon 18 in der Lebenshilfe in Wernigerode, ein weiterer in der Diakonie in Halberstadt. Zwei Frauen und ein Mann erhalten die Tagesstruktur für Senioren. „Wir bieten ein abwechslungsreiches Wochenprogramm mit verschiedenen Aktivitäten“, so Kathrin Wiedenbein. Die Einrichtungsleiterin freut sich auf die Zukunft, denn künftig sollen weitere Projekte in Blankenburg ausgebaut werden. „Wir wollen mehr beraten, Wohnhilfe und Assistenzleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen ausbauen.“

Geburtstagsfeier & Namenstaufe

Der Geburtstag „30 Jahre+“ und die Namenstaufe gehörten zur Veranstaltungsreihe im großen GVS-Jubiläumsjahr. Der Tag war gespickt mit sämtlichen Highlights für Bewohner und Gäste. Alleinunterhalter Andreas Thust umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Peter Grunwald vom Kloster Michaelstein sorgte für den nötigen Trommelwirbel bei der Enthüllung des neuen Namens. Des Weiteren ließen die Anwesenden am Nachmittag gemeinsam gestaltete Wunschballons gen Himmel steigen und man konnte einen weiteren Sonderstempel der „Harzer Wandernadel“ erwerben. Den Abschluss gestaltete Caroline Osterburg vom „Fellhof“ in Aschersleben. Sie besuchte die Bewohner der Einrichtung mit zwei Alpakas zum streicheln.

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